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Allergenkennzeichnung in der digitalen Speisekarte

Stand: 14.10.2026

Die Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) der EU ist streng: Die 14 Hauptallergene müssen für den Gast klar und deutlich ersichtlich sein. Was im Restaurant vor Ort oft durch kleine Fußnoten auf der gedruckten Speisekarte gelöst wird, stellt Gastronomen online vor ein echtes Design-Problem.

Wie bringt man Laktose, Gluten, Schalenfrüchte und Co. auf einer mobilen Webseite unter, ohne dass das Menü zu einem unlesbaren Text-Chaos mutiert?

1. Die rechtliche Pflicht gilt auch im Netz

Sobald du Speisen online anbietest – sei es zur Vorbestellung für Abholer, zur Reservierungsauswahl oder einfach nur als digitale Speisekarte zur Information – müssen die vorgeschriebenen Allergeninformationen auch online berücksichtigt werden.

Das einfache Weglassen auf der Webseite oder der lapidare Satz "Fragen Sie unser Personal" ist online kann unvollständig sein; im Zweifel sollte der konkrete Auftritt fachlich oder rechtlich geprüft werden.

2. Die Design-Falle: Ziffern-Salat auf dem Smartphone

Viele Webdesigner oder Gastronomen behelfen sich damit, die aus der Print-Karte bekannten hochgestellten Zahlen (z. B. "Schnitzel Wiener Art 1, 4, a, c, g") eins zu eins auf die Webseite zu tippen und ganz unten auf der Seite eine riesige Legende anzufügen.

Auf dem Smartphone bedeutet das eine absolute Katastrophe für den Nutzer: Der Gast liest das Gericht, muss endlos nach unten scrollen, um die Legende zu suchen, die Zahl abgleichen und wieder hochscrollen, um das nächste Gericht zu lesen. Die Nutzererfahrung ist ruiniert, der Gast springt im schlimmsten Fall ab.

3. Die 14 EU-Pflichtallergene im Überblick

Zur Erinnerung – diese 14 Stoffe müssen laut EU-Verordnung deklariert werden: Glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch (inkl. Laktose), Schalenfrüchte (Nüsse), Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid/Sulfite, Lupinen, Weichtiere.

Das sind zu viele Informationen, um sie einfach dauerhaft hinter jedes Gericht zu schreiben.

4. Die smarte Lösung: Interaktive Aufklapp-Funktionen (Akkordeons)

Die eleganteste Art, rechtliche Sicherheit und ein sauberes, aufgeräumtes Design zu verbinden, sind interaktive Web-Elemente.

Bei Gastro-spezifischen Systemen wie GastroCMS funktioniert das über simple Checkboxen im Hintergrund. Beim Anlegen eines Gerichts klickst du im Dashboard einfach an, welche Allergene enthalten sind.

Auf der Webseite der Gäste erscheint das Gericht völlig sauber und minimalistisch. Nur wer sich für die Allergene interessiert, tippt auf einen kleinen Info-Button am Gericht, woraufhin sich die Details weich aufklappen. So bleibt die Karte optisch ansprechend, bleibt mobil gut lesbar und stellt die gepflegten Angaben übersichtlich bereit.

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